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Tour du Nord II, Etappe 1: Pumala - Savonlinna

Mit dem Fahrstuhl auf die Brücke und ab zum Ende der ersten Etappe.





 Die Topographie bleibt, aber die immer wieder beeindruckende finnlandtypische Landschaft auch:






Wir hatten uns auf eine Strecke ohne einladende Infrastruktur eingestellt (also selber Kaffee kochen), und schon überrascht uns der Übernachtungshalt eines großen Bootstreffens, das zum 50igsten Mal stattfand. So gab es einen Rest Festtorte zum Kaffee




Etwas später treffen wir auf das gesamte internationale Bootstreffen von Sulkava. Besonders beeindruckend war der bevorstehende Start der 'Kirkkot Veneet' (wörtl. Kirchenschiffe), hölzerne Ruderboote in einer ganz gediegenen Form.







 Es waren Hunderte von Menschen aller Alterklassen, ein buntes Treiben. Jetzt wurde uns auch klar, warum es in Sulkava kein Unterkommen gab - wir gingen nach 50 Jahren wieder zur Schule.




Statt des Matratzenlagers in den Klassenräumen und der Turnhalle, konnten wir im Zelt auf dem Schulhof schlafen:



Eine Engländerin erzählte mir in dem Gemeinschaftsduschraum, dass sie nur für den Start der Kanuten aus London gekommen sei. Es muss also schon etwas Größeres sein.



Nach Savonlinna verändert sich die Art der Steigung: Die Höhenmeter bleiben, sie verlaufen aber langgestreckter, wellenförmig in 2-3% statt Berge mit bis 9% , sehr angenehm. Flache Straßenabschnitte erscheinen für Finnland schon eher eintönig.


Die nächste Überraschung dann in Savonlinna, v.a. für Pauline interessant: 




So erleben wir immer wieder Unvorhergesehenes, was solche Touren ja auch interessant macht .


Auch Gespräche mit anderen Radlern sind spannend: Ein Schweizer hat einen Schnitt in seinem Leben gemacht, ist von Zürich über Donautal, Tschechien, Polen, Baltische Länder, Fähre Tallin - Helsinki geradelt und ist auf dem Weg nach Lappland, um dort zu überwintern (in zu mietender Mökki). Dann will er im Frühjahr Island umrunden und irgendwie über GB wieder zurück. Wir hoffen, vom Gelingen dieses tollen Vorhaben zu hören.


Aber es geht auch alleine von Gibraltar zum Nordkapp in 75 Tagen, wie uns ein Zeltnachbar heute erzählte.


Zwei weitere sehr nette Begebenheiten: In Porvoo, wo wir den Weg zum Campingplatz verzweifelt gesucht hatten, kam ein  älterer Mann mit seinem schweren Motorrad quer über die Kreuzung, um uns zu helfen. Statt den komplizierten Weg zu erklären, eskortierte er uns in für uns gut machbarem Tempo. Das Gleiche gestern in Kuopio, wo uns ein junger Rennradfahrer sicher den Weg durch etliche Baustellen geleitet hat.