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    <title>MarxuwaBlog - 5.4 Fernradler-Begegnungen</title>
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    <description>Radreisen auf der Nordkalotte</description>
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    <pubDate>Sun, 23 Jan 2022 15:41:31 GMT</pubDate>

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    <title>RSS: MarxuwaBlog - 5.4 Fernradler-Begegnungen - Radreisen auf der Nordkalotte</title>
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    <title>Tour du Nord: Fernradler-Begegnungen</title>
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            <category>2015_TOUR du NORD I - per Rad</category>
            <category>5 Hei Suomi - Karelia</category>
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    <author>nospam@example.com (Walter)</author>
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    &lt;p&gt;&lt;strong&gt;Walter res&amp;uuml;miert:&lt;/strong&gt; Auch wenn wir uns etwas gem&amp;auml;chlicher fortbewegen und auch l&amp;auml;ngere Bus- und Bahntransfers nicht verschm&amp;auml;hen, geh&amp;ouml;ren wir noch irgendwie dazu, zur Spezies der Fernradler. In D&amp;auml;nemark sind sie uns noch nicht so aufgefallen, wahrscheinlich gab es recht viele davon, aber auch da kreuzten sich Wege, beispielsweise bei einer Bahnfahrt. Ein junges Ehepaar (aus Indien?) mit Kind, freundlich, zuvorkommend im Umgang , und gleichzeitig souver&amp;auml;n im Benehmen. Die beiden hatten in Kopenhagen Fahrr&amp;auml;der und einen Anh&amp;auml;nger gemietet und waren dabei, D&amp;auml;nemark auf diese Art zu erkunden. Die Leihr&amp;auml;der sind keine Renner, die Fahrleistungen liegen zwischen 30 und 40 km pro &amp;#39;Tag. Da &amp;uuml;berbr&amp;uuml;ckt die Eisenbahn einige Streckenl&amp;uuml;cken. Dann, hoch oben auf der Nordkalotte, zwischen Kirkenes und Kakslauttanen, einige km s&amp;uuml;dlich von Saariselk&amp;auml;, ist die Radlerdichte auf der N4 alias E75 ganz eindeutig d&amp;uuml;nner als diejenige der Automobilisten. Zwei M&amp;auml;dels (Finninen?) kommen uns zwischen Kaamanen und Inari entgegen. Man gr&amp;uuml;&amp;szlig;t sich per Handzeichen. Sp&amp;auml;ter, auf dem gro&amp;szlig;en Tourenfahrerumschlagsplatz Onaskoski-Camping in Rovaniemi ergibt sich mehr Gelegenheit zum Plausch mit anderen Fernradlern. Meist nimmt man zun&amp;auml;chst auf der Zeltwiese (die oft nicht in der sch&amp;ouml;nsten und ruhigsten Ecke des Campingplatzes liegt und den besten Untergrund hat) die rad- und &amp;uuml;bernachtungstechnische Ausr&amp;uuml;stung in Augenschein und trifft sich dann in den Sommerk&amp;uuml;chen oder Aufenthaltsr&amp;auml;umen, &amp;uuml;ber die jeder skandinavischen Campingplatz verf&amp;uuml;gt. Diese Orte sind ideal, um Gespr&amp;auml;che &amp;uuml;ber das Woher und wohin, die Tagesleistungen und die Motivation f&amp;uuml;r die Tour zu f&amp;uuml;hren. Nat&amp;uuml;rlich, es sind vor allen Dingen diese magischen Orte wie der Polarkreis, das Nordkap oder Kirkenes als letztem n&amp;ouml;rdlicher Au&amp;szlig;enposten vor Russland , die als Ziel- oder Ausgangspunkte im Verein mit Ehrfurcht erregenden zu fahrenden bzw. gefahrenen Distanzen in Bann schlagen. Da ist Joe* aus Neuseeland, der Minimalist. Sein umf&amp;auml;nglichstes Ausr&amp;uuml;stungsst&amp;uuml;ck ist sein Tablet-Computer. Sein Zelt hat sarg&amp;auml;hnliche Ausma&amp;szlig;e. Mag Joe* sein Zelt? Nein, er hasst es, aber es passt &amp;uuml;berall, auch in der Wildnis, noch hin. Seine Tagesleistungen? So zwischen 150 und 200 km. Viel und schneller Verkehr, den Weg abschneidende Lastwagen k&amp;ouml;nnen ihn nicht schrecken. Da sei er aus Neuuseeland ganz anderes gew&amp;ouml;hnt. Die Strecke Nordkap -- Kap der Guten Hoffnung ist sein Ding. ------------------------------------------- NB Die mit Sternchen (*) versehenen Namen sind erfunden. Julia* und Pablo* aus Katalonien sind ihre Tour etwas anders angegangen. Pablo* ist passionierter Fernradfahrer, Julia* hatte vor ihrer Tour nur hin und wieder einmal zum Einkaufen auf einem Rad gesessen. So haben sie sich das Baltikum und Finnland als Reiseweg ausgesucht. Weil das auf der Karte so flach aussieht. Ihre Erfahrungen in den L&amp;auml;ndern die sie durchfahren haben, sind durchweg positiv. Sie sind jetzt in Rovaniemi, dem n&amp;ouml;rdlichsten Punkt ihrer Reise angekommen, Julia* wird von hier, da ihr Urlaub zu Ende geht, nach Barcelona zur&amp;uuml;ckfliegen, Pablo* kann sich offensichtlich frei einteilen und will per Rad zur&amp;uuml;ckfahren. Pablo* und Julias* Fahrleistungen liegen bei 60 bis 80 km pro Tag. Gen&amp;uuml;gend Zeit zum Entspannen, zu Gespr&amp;auml;chen, Besichtigungen und zum Kochen zu haben ist den beiden neben dem Radfahren wichtig. Pablo* kann h&amp;uuml;gligem Gel&amp;auml;nde viel positives abgewinnen. Man m&amp;uuml;sse hin und wieder den Tretrhythmus &amp;auml;ndern, meint er, andere Sitz- umd Handpositionen einnehmen, sonst werde es zu eint&amp;ouml;nig. Aus diesem Grunde will er bei seiner R&amp;uuml;cktour quer durch Europa auch den Rhine-Ride meiden. Dabei kommt, zusammen mit Joe*, das Gespr&amp;auml;ch auch auf die Frage, wie es ist, mit Partner(n) oder alleine fahren. Beides habe seine guten Seiten, wirft Joe* mit seiner vielf&amp;auml;ltigen Erfahrung ein. Gewiss sei aber auf jeden Fall, dass die Entscheidungsabl&amp;auml;ufe beim Fahren mit Partner weitaus komplexer und langwieriger seien. Im finnischen &amp;#39;Mittleren Osten&amp;#39; treffen wir auf dem Timitra-Camping in Lieksa, Florian aus Berlin. &lt;!-- s9ymdb:346 --&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; class=&quot;serendipity_image_center&quot; height=&quot;480&quot; src=&quot;https://marxuwa.eu/serendipity_admin_image_selector.php?serendipity[image]=346&amp;serendipity[disposition]=inline&amp;serendipity[step]=showItem&amp;serendipity[resizeHeight]=480&amp;serendipity[resizeWidth]=640&quot; width=&quot;640&quot; /&gt; Lieksa liegt an der Europa-Veloroute Nr. 13 , dem Iron-Curtain-Trail, der er abschnittsweise folgt. Florian ist ein absoluter Fernfahrrad-Enthusiast. Seine optimierte Ausr&amp;uuml;stung (Zelt, Fahrrad, Zubeh&amp;ouml;r usw.) ist das Resultat intensiver Recherchen und von viel Erfahrung. Wir freuen uns, ihn k&amp;uuml;nftig bei Bedarf in Sachen Rad und Ausr&amp;uuml;stung um Rat fragen zu k&amp;ouml;nnen. Diesen Sommer hat sich Florian in seinem knapp bemessenem 3-w&amp;ouml;chigen Urlaub die Strecke Berlin -Kirkenes vorgenommen. Da darf nicht allzuviel dazwischen kommen. Eine unerwartet schlechte Wegstrecke auf polnischem Gebiet zwischen Berlin und der Ostsee hat bereits wertvolle Stunden gekostet ebenso wie ein Tag in Finnland mit Dauer-Starkregen, der im Zelt abgewettert werden musste (Wir hatten diese Wetterkapriole in Hattuvara im &amp;quot;Holzf&amp;auml;llerappartement&amp;quot; ausgesessen &amp;#39;&amp;#39;) F&amp;uuml;r die Etappe Neiden - Kirkenes-Flugplatz plant Florian einen Vormittag ein, um am fr&amp;uuml;hen Nachmittag sein Flugzeug zu erreichen. (Wir waren auf der Tour Kirkenes - Neiden mit einem ganzen Tag zurecht gekommen, hatten vorsorglich aber ein Zwischenbiwak ins Auge gefasst, was wir dann aber doch nicht in Anspruch nehmen mussten.) Florians Tagesetappen liegen zwischen 100 und 200 km. Am selben Tag trifft Stephan aus Berlin im Timitra-Camping ein. Er reist mit etwas leichterem Gep&amp;auml;ck, da er f&amp;uuml;r die N&amp;auml;chte in M&amp;ouml;kkis oder Hotels Quartier bezieht. Aber ebenso wie f&amp;uuml;r Florian sind die Herausforderungen eines intensiven, anstrengenden Fahrtags mit Tagesleistungen zwischen 150 und 250 km sein Ziel. Die Konzentration auf die Strecke braucht er, um seinen Kopf wieder f&amp;uuml;r seinen nicht minder anspruchsvollen von Stress gekennzeichneten Arbeitsalltag frei zu bekommen. Wenn n&amp;ouml;tig, beschallt er sich mit dem passenden musikalischen Sound, um beim Bergauf und Bergab in den idealen Tret-Rhythmus zu verfallen. Ebenso wie Florian bevorzugt Stephan zum Transport zu Start- und Endpunkten seiner Fernradtouren das Flugzeug. Beide haben gute Erfahrungen mit den Fluglinien Norvegian Airlines und SAS gemacht. Die Preparation des Fahrrads ist unkompliziert. Es m&amp;uuml;ssen lediglich der Lenker in die Ebene des Fahradrahmens gedreht und die Pedale entfernt werden. Die Ticket-Zusatzkosten sind moderat und insgesamt d&amp;uuml;fte eine Flugreise inklusive Fahrradtransport deutlich preisg&amp;uuml;nstiger ausfallen als Bahn-Schiffskombinationen. Freilich kann auch dabei einmal mit Verz&amp;ouml;gerungen verbundes Ungemach eintreten. Sarah* aus dem UK treffen wir auf dem Campingplatz vor Wismar. Sie folgt dem EuroVeloTrail 13 (IronCurtain) und hat bereitz die Strecke Kirkenes-Wismar (E75, Via Karelia, St. Petersburg, Baltikum usw... ) zur&amp;uuml;ckgelegt. Sie will es bis ans Ende der EuroVelon 13 am schwarzen Meer bzw. in Istanbul durchziehen. In Kirkenes, ihrem Startpunkt sa&amp;szlig; sie etliche Tage fest, da die Fluggesellschaft, schuldhaft ihr Rad besch&amp;auml;digt hatte und das Gef&amp;auml;hrt nicht vor Ort in Kirkenes sondern in Oslo wieder flott machen lie&amp;szlig;. Sarah ist jung und war engagierte Leichtathletin. Nach einem Sportunfall war ihr als beste Therapie Radfahren angeraten worden, was sie nun intensiv betreibt. Zeit genug hat sie und die nutzt sie. Der gesamten Arbeitsgruppe eines &amp;ouml;ffentlichen Auftraggebers, in der sie nach dem Studium t&amp;auml;tig war, ist gek&amp;uuml;ndigt worden. Auf &amp;#39;schwierigen&amp;#39; Abschnitten wie in und um St. Petersburg hat Sarah* Freunde, auf die sie sich verlassen kann und sie hat sich f&amp;uuml;r einige Wegstrecken die Belgeitung von Verwandten oder Freunden organisiert. Eine bemerkenswerte Initiative, mit einer solchen &amp;uuml;ber 10000 km langen Strecke klar zu kommen. Wo k&amp;ouml;nnen wir uns da in der Gemeinschaft des Fernradfahrerv&amp;ouml;lkchens wiederfinden? Mit unseren Tagesleistungen zwischen 35 und 65 km k&amp;ouml;nnen wir nicht gl&amp;auml;nzen, aber wir denken, dass wir mit unserer zielf&amp;uuml;hrendenn Beharrlichkeit und der Flexibilt&amp;auml;t im permanenten Umplanen punkten k&amp;ouml;nnen. Weniger Radfahrzeit bedeutet andererseits auch mehr Begegnungen (was Pablo*,s.o., richtig bemerkte) und Entdeckungen &amp;#39;nebenbei&amp;#39;.&lt;/p&gt;
 
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    <pubDate>Tue, 15 Sep 2015 16:00:00 +0000</pubDate>
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